Von Bozen nach Venedig

Start in Bozen

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Die Etappen orientierten sich an den Städten Bozen, Trient, Peschiera, Verona, Vicenza, Padua und Mestre, jeweils zwischen 35 und 75 km lang. Zum Teil konnten Teilstrecken mit dem Zug abgekürzt werden. Wir haben alle Touren bewältigt, obwohl wir nur zwischen wenig geübt bis öfter fahrend einzustufen und 56 bzw. 61 Jahre alt sind.

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Nach zwei Versuchen, eine passende Radreise zu finden, haben wir uns für die Individualreise von Wikinger von Bozen nach Venedig entschieden. Ähnliche Reisen werden zwischen 600 und 1000 Euro auch von Eurobykes o.a. angeboten.

Zu den Leistungen zählte neben der Vorbereitung und Ausarbeitung der Reiseroute der Gepäcktransport, die Hotelbuchung, die Bereitstellung der Räder und eine Vorort-Hotline, die wir allerdings nicht in Anspruch nahmen.

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Die Etappen orientierten sich an den Städten Bozen, Trient, Peschiera, Verona, Vicenza, Padua und Mestre, jeweils zwischen 35 und 75 km lang. Zum Teil konnten Teilstrecken mit dem Zug abgekürzt werden. Wir haben alle Touren bewältigt, obwohl wir nur zwischen wenig geübt bis öfter fahrend einzustufen und 56 bzw. 61 Jahre alt sind.

Radfahren in Italien ein Risiko?

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Die Radwege entlang der Etsch waren gut befahrbar, meist sogar an beiden Seiten der Etsch, gut vom Autoverkehr getrennt. Wo Auto- und Radverkehr zusammenkommen, sind die Regeln deutlich.

Manchmal mussten wir durch einen Kreisverkehr, wo die Autofahrer auf uns Rücksicht nahmen. Selten stiegen wir ab und gingen über Zebrastreifen. Wenn man deutlich macht, dass man gehen will, halten die Autofahrer. Höchstens Radrennfahrer versuchten, vor oder hinter uns den Zebrastreifen zu queren.

Während der ganzen Fahrt hat sich nur ein Verkehrsteilnehmer laut über uns aufgeregt: Ein Radrenner, der über uns fluchte, weil wir für ihn zu langsam fuhren (vorbildlich: Auf Radwegen gilt in Italien oft eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km).

Nur in Mestre mussten wir auf der Route durch viel befahrenes Industriegebiet, wo Radfahrer sich als kleine Minderheit gegen Lastzüge behaupten sollten. Solche heiklen Passagen waren auf dem Routenplan durch rote Punkte gekennzeichnet.

In der Regel waren auf der gesamten Route die Richtungsänderungen durch grüne Pfeile auf einem schwarzen Kreis gekennzeichnet. Zusätzlich zur Weg-Markierung über den grünen Pfeil im grünen Punkt konnte man sich auch an den €-Pfeilen von Eurobykes orientieren, die eine ähnliche Route benutzen. Zweimal haben wir die Orientierung verloren: Das war einmal bei einer großen Baustelle der Fall, durch die wir nur durch Fragen bei den Anwohnern weiter kamen.

Da wir nur ganz geringe italienische Sprachkenntnisse besitzen, waren wir auf die Hilfe der Italiener angewiesen, die immer sehr freundlich und hilfsbereit waren.

Insgesamt entsprach die Route der Beschreibung, die maximale Steigung der Strecken von 450 m war auch für uns zu bewältigen. Wir hatten 7-Gang-Räder ausgesucht, die für die steilste Strecke allerdings nicht gut geeignet waren. Wir hätten aber auch 21-Gang-Räder wählen können.

Die Räder waren technisch ok, gut aufgepumpt und hatten jeweils aufgeteilt, Seitentasche mit Werkzeug, bzw. Luftpumpe und Kette.

Hotels

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Wir hatten Hotels in der Kategorie 1-2 Sterne gebucht, erhielten aber Hotels mit 3 Sternen. Vielleicht, weil die einfacheren schon ausgebucht waren, jedenfalls hatten wir Glück.

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Wir hatten uns, einem Vorurteil folgend, schon auf Espresso mit Croissant als Frühstück eingestellt, wurden aber positiv überrascht. Fast überall konnten wir uns entweder selbst bedienen, und damit auch Art und Menge des Kaffees bestimmen, oder den entsprechenden Kaffee bestellen. Müsli, wenn auch nicht immer die gewünschte Sorte, gab es fast überall. Brot gab es selten, meist nur die einfachen weissen Brötchen oder Croissants, dazu Marmeladen, Nutella o.ä. und immer, aber auch nur diese, eine Sorte Käse und Kochschinken. Besonders in Bozen konnten wir auch verschiedene Säfte und viele Wurstsorten wählen.

Die Zimmer waren alle sauber, ausreichend groß (um z.B. Wäsche zu trocknen und zu sortieren).

Die Badezimmer hatten mindestens eine Dusche.

Die Betten waren alle relativ fest. Die Bettdecken waren am Fußende festgesteckt.

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Größtes Manko: Die Klimaanlagen waren entweder defekt, oder sehr laut oder ließen sich nicht einstellen. Deshalb liegt das kirchliche Hotel in Vicenza, das weder Klimaanlage noch Fernsehapparat bot, aber durch Lage und Bauweise gut gekühlt war, in unserer internen Wertung nicht hinten.

Rezeption: Ausser in Bozen wurde „nur“ italienisch und englisch gesprochen. Wenig Hinweise gab es zu aktuellen Ausstellungen und Veranstaltungen vor Ort.

Lage: Die beiden Hotels in Altstadtlage waren zwangsläufig auch alt. Die großen Hotels waren schwerer zu finden (Verona und Mestre).

Essen und Trinken

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Essen und Trinken unterwegs: Am Etsch-Radweg gab es einige Radfahrer-Restaurants, auf die es Hinweise gab und die Fahrradständer usw. boten. Günstige einfache Getränke und Snacks gab es hier und in zahlreichen Bars und Pizzerien. Kaffee und Wasser deutlich günstiger als in Deutschland, Wein in der Regel auch, Bier allerdings relativ teuer. Kleine Snacks oder Pizzas wurden für 2 bis 7 € angeboten und waren zwar nicht vollwertig, aber „mal was anderes“. An den Zielorten gab es Restaurants in allen Preisklassen, die wir allerdings nicht getestet haben. Wir haben uns meistens nach Dusche und Umkleiden etwas Kultur angesehen …und uns in der Nähe etwas Passendes gesucht.

Kultur

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Wir konnten die angebotene Menge von Denkmälern nicht vollständig wahrnehmen, sondern nur einen ungefähren Überblick erhalten. Aktuelle Kulturprojekte (wie z.B. ein integratives Tanzprojekt in Trient) nur zufällig. Zu müde, zu wenig Zeit. Aber eine große Chagall-Ausstellung, die wir auch nur im Vorbeilaufen entdeckt haben, haben wir uns angesehen.

Venedig

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Auch von der Biennale in Venedig haben wir fast nichts gesehen, außer einigen Kunstwerken, einigen Luxus-Yachten und ein paar besonderen Menschen, die sich uns aber nicht vorgestellt haben. Trotzdem kann man empfehlen, das Angebot, einen Tag zu verlängern, wahrzunehmen und etwas mehr von Venedig zu sehen.

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